FROM THE WALL TO THE WALL - JERUSALEM CALLS PEACE - www.jerusalem-ruft-frieden.org

NACH DEM ENDE DES FRIEDENSWEGES VON BERLIN NACH JERUSALEM, DER GESCHICHTE UND BLUTSPUR EUROPAS UND VORDERASIENS FOLGEND – GEHT DIE FRIEDENSARBEIT WEITER – AUF DEM THERAPIEHOF – SCHECHINA - einem ganzheitlichen musik-, atem- und traumatherapeutischen Zentrum!

Sonntag, 28. April 2013

Antiochien - Musa Dagh - Ein großes Geschenk


Höre Israel, der Herr - unser Gott, er ist einer! Unser Glaube an den einen(!) Gott verpflichtet!...so steht es am Fenster des Begegnungshauses in Antiochien - unweit dessen, wo die Moschee gegenüber der uralten jüdische Gemeinde und der heutigen katholischen Kirche entfernt liegt.
(weitere Fotos siehe LinkDas Wahrzeichen von Antiochien/Antakya, wo Christen, so die Bibel, zum erstenmal Christen genannt wurden, drückt das große Geschenk des Tages auf dem Musa Dagh aus. Ein kleines und doch so großes Zeichen der Versöhnung zwischen dem armenischen und türkischen Volk, welches auf politischer Ebene heute leider noch unmöglich wäre. Die alte 2000 Jahre römische Brücke und die Symbole der drei abrahamitischen Weltreligionen nebeneinander, denn sie leben hier ein friedliches Miteinander! Beim gestrigen Aufstieg mit der Friedenskerze auf den Musa Dagh bewahrheitete sich dies, denn Tores - ein Armenier aus dem letzten armenischen Dorf Vakifli brachte seinen türkischen Freund Abdul mit und wir stiegen gemeinsam auf den Berg, dem Schauplatz der Tragodie von 1915. Hier entzündeten wir gemeinsam die Kerze für Frieden, Versöhnung und ein "Nie Wieder"am zerstörten Denkmal an. In Antakya konnte ich die Häuser des Gebets aller drei abrahmitischen Weltreligionen und der unterschiedlichen christlichen Konfessionen besuchen, die erste Moschee der Stadt aus dem 6. Jhd., eine umgewandelte orthodoxe Kirche aus dem 5.Jhd., welche heute noch den Namen des ersten christlichen(!) Märtyrers trägt, die erste Kirche der Christenheit, die St. Petrus Grotte und die jüdische Synagoge Hier in Antakya wıe in Vakifli lernte ich auf der Straße viele sehr herzliche Menschen unterschiedlichster Religion kennen, denn der Umgang miteinanmder ıst sehr herzlich. Die Familie des Armeniers lud mich nach dem Aufstieg zum Musa Dagh zum Abendessen und Übernachten bei sich ein, einem kleinen einfachen Bauernhaus. Wunderbare Ruhe, großer Garten und Orangenbäume, das Krähen des Hahns am Morgen und eine Familie mit vielen Kindern - es erinnerte mich an meinen Herzenswunsch nach dem Friedensweg. Bis bald aus Israel/Palestine - Shalom - Salam!






Montag, 22. April 2013

Kappadokien - Korea - Musa Dagh!



Sonnenschein und Regen, wunderbare Felsformationen, zerklüftete Täler, Felsenkirchen und seltsam anmutende Höhlenstädte - empfingen mich in Kappadokien, eines der wichtigsten frühchristlichen Zentren. In seinen Höhlenwohnungen und Tälern haben sich die ersten christlichen Gemeinden vor der Verfolgung und Ermordung durch die Römer versteckt, bevor diese wiederum zu Zeiten Konstantins 325 n.C. selbst christlich wurden. ... Mehr als 3000 Kirchen, die dort bis heute entdeckt wurden, zeugen von der christlichen Vergangenheit, die bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts reichte. Die letzten griechisch-orthodoxen Christen verließen die Region infolge des griechisch-türkischen Krieges im Rahmen des sogenannten  Bevölkerungsaustausches zwischen der Türkei und Griechenland, zwischen 1922 bis 1924. (bei dem tausende Griechen und Türken starben und welcher von den Betroffenen als Vertreibung, als Verbrechen gegen die Menschlichkeit, empfunden wurde.) Wegen dem einsetzenden Regen und um Begegnungen zu erleichtern, ging ich ein Hostel, da hier keine Klöster oder Kirchen mehr zum übernachten einladen, und so ergab sich zufällig das große Glück, mit Christen aus Südkorea gemeinsam einen Gottesdienst in einer Felsenkirche feiern zu können, besonders in Anbetracht der angespannten Situation in Korea, der Mauern zwischen Nord- und Südkorea und meinem Friedensweg von Berlin für Nie Wieder Mauern - Nie Wieder Krieg. Meine finanziellen Reserven gingen so zu Ende, jedoch war es ein klares Zeichen, dass es von Gott gewollt war und so drückt er mich noch stärker in das Gebet. In Kappadokien hat mich sehr traurig gemacht, ...(weiteres kurz im 1. und 2. Kommentar und bald folgen mehr Fotos)
Abschließend noch kurz - von den Zwischenstationen vor Kappadokien in Pamukkale/Hierapolis, wo ich direkt in den Ruinen der Basilika am Grab des Apostels Phillipus schlief, Antalya, Alanya und dem Zentrum der Derwische - Konya, möchte ich später Bilder nachreichen. Nach den 4 Wochen auf Athos in Griechenland zeigte sich folgend in der Türkei, dass ich nach 4 Jahren auf dem Friedensweg etwas müde geworden bin - und daher werde ich wegen der Zeitknappheit erst wieder laufen zum Gedenken des Völkermordes an den Armeniern und dem dort an der türkisch-syrischen Grenze und im Anbetracht der Krise und der Geschichte so wichtigen Gebet für Frieden und Versöhnung hinauf vom letzten armenischen Dorf in der Türkei Vakifli auf den Berg Musa Dagh, vielen bekannt von Franz Werfels weltberühmten Roman - Die 40 Tage vom Musa Dagh, wo ich, so Gott will eine Nacht im Gebet verbringen werde.(Artikel - Armeniervölkermord - Musa Dagh) bis bald - hoffentlich aus dem Heiligen Land! Shalom - Salam
P.S....wer sich wundert - das die finanziellen Reserven schon alle sind - leider war Griechenland und die Türkei - 3 Monate insgesamt sehr schwierig - tiefe Krise dort und wenig Kirchen und Gemeinden hier...nicht überall kann man draußen schlafen - Gottes Segen euch allen!

Freitag, 19. April 2013

Türkei - Smyrna - armenischer Völkermord - kleinasiatische Katastrophe - Nie Wieder!

Johannes - Basilika - Pergamon
Liebe Freunde, für den Frieden und die Überwindung der Mauern in Zypern konnte ich nur an der Fähre beten, denn wegen der hohen Fährkosten konnte ich leider nicht nach Zypern fahren, denn für die letzte Fähre nach Israel brauche ich eine Reserve und seit Griechenland und jetzt in der Türkei gibt es fast keine Spenden mehr, da eine Vermittlung der Mission durch die Sprachbarriere hier sehr schwierig ist. Das folgende zeigt die Entscheidung, die bisherige relative "Oberflächlichkeit" des Blogs zu verlassen. Es ist Zeit vor Jerusalem, denn für wahre Versöhnung und Heilung, wahren Frieden, auch im eigenen Herzen, bedarf es des Bekenntnisses zur Wahrheit, welche nichts verschweigt, auch sehr schmerzvolles, denn sonst wuchert weiter der Krebs in unseren Herzen und unserer Gesellschaft. Nächstenliebe und Frieden können nur auf dem Boden der Wahrheit wachsen. Der letzte Blog hatte zwei wichtige Orte ausgelassen - bitte verzeiht.
In Pergamon und Smyrna/Izmir, wo sich zwei der 7 Kirchen des Apostels Johannes befanden und welches nach der Ermordung und Vertreibung der Armenier und Griechen 1915 bis 1922 - 1930 in Izmir umbenannt wurde -  lag mir das Gebet um Vergebung und Versöhnung und ein "Nie Wieder" ganz besonders am Herzen - denn unter anderem hier geschah - wie in ganz Kleinasien von 1915 bis 1923 - eine der großen bis heute nur wenig bekannten Tragödien des 20. Jahrhunderts - der von den Jungtürken um Enver Pascha geplante Völkermord an cirka 1,5 Millionen Armeniern - und cirka 1 Million Griechen und assyrischen/aramäischen Christen sowie infolge des griechisch-türkischen Krieges - sowie die Vertreibung aller restlichen Griechen, Armenier und weiterer Minderheiten aus Kleinasien - bis 1923 durch die Truppen Kemal Atatürks, welcher dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit in letzter Instanz mit zu verantworten hat. ...

typisches griechisches Haus
Hügel von Pergamon
antike Brücke - Pergamon
griechisches/armenisches Viertel Smyrna/Izmir - heute nächtliche Vergnügungsmeile
griechisches/armenisches Viertel - mit der Flagge des Vertreibers Atatürk - sie sind in einem traurigen Zustand
St.Polycarp - Patron der alten griechischen Stadt Smyrna - kath. Kirche - orthodoxe Kirchen wurden alle zerstört
Denkmal der "Befreiung" - Denkmal des Todes - 1922/1923
- im Hintergrund zwischen den modernen Häusern das griechische Konsulat

Die offizielle Geschichtsschreibung nennt die Vertreibung - Bevölkerungsaustausch, welcher durch den, den Griechen aufgezwungenen Vertrag von Lausanne zustande kam, da die Griechen den Krieg verloren. Die Griechen waren an dieser Tragödie, welche sie die kleinasiatische Katastrophe nennen, durch ihren gestiegenen Nationalismus und die Wiederauflebung der Idee der Wiedererrichtung des Byzantinischen Reiches - die Megali Idea - nicht unschuldig und Atatürk war der Genozid an den Armenier und Griechen sowie die ethnische Säuberung nur recht - er führte ihn nach der Machtübernahme weiter - da er dadurch seinen strengen Nationalismus als Teil des sogenannten Kemalismus durchsetzen konnte.(weiter siehe 1. Kommentar und unten, wo ich kurz beschreibe - das heutige Generationen keine Schuld trifft und hier große Herzlichkeit herrscht). In der Türkei werden viele der Verantwortlichen von 1915-1923 - u.a. Kemal Atatürk, als Vater der Türken und Enver Pascha auf großen Denkmälern gefeiert, eine Geschichtslüge verbreitet und der Armeniervölkermord(differenzierter Link) verschwiegen, was den täglichen sehr herzlichen Begegnungen mit vielen Türken einen traurigen Nachhall gibt. Zurück zu Smyrna. Die uralte jüdische Gemeinde in Smyrna konnte ich kurzfristig nicht besuchen - jedoch hier einige Bilder - der Synagogen in der Türkei. Hoffnung gibt in Griechenland wie in der Türkei, wie mir "einfache" Menschen in den Cafés beim Chai sagten - wenn sie sich gegenseitig begegnen, haben sie kein Problem miteinander - es ist sehr herzlich - denn die heutige Generation ist nicht verantwortlich - jedoch über die politische Ebene schütteln alle nur den Kopf. Ein kleines Beispiel folgt im 2. Kommentar - wie es mir am Weg auch geschehen ist - in Griechenland und der Türkei! Shalom - Salam!

Freitag, 12. April 2013

Ephesus - Meryem Ana


                                       Meryem Ana
Basilika St. John
Basilika St. John
Meryem Ana Evi bei Ephesus  - viele tausende Moslems, Christen und Juden kommen zum Gebet in das Haus Mariens, welches Johannes erbaute und worin Maria einige Jahre lebte, so die Überlieferung. Es wird von Kapuzinern betreut, welche leider sehr wenig Brüder in der Türkei haben. Sie nahmen mich vor 4 Tagen sehr herzlich bei sich auf. Ihr Ordensbruder, der Bischof von Iskenderum starb vor 3 Jahren das Märteryum, als er von seinem eigenen Fahrer ermordet wurde. Die Türkei ist ein wunderschönes Land und die einfachen Menschen sind sehr freundlich. Jedoch für die hier lebenden Christen kann es sehr gefährlich sein, bekennder Christ in der Türkei zu sein. Selbst sitze ich in St. Johns Café unweit der Basilika und dem Grab des Apostels St. Johannes in Ephesus. Es wird von Freikirchlern betrieben - welche 3 ihrer Glaubensgenossen - persönliche Freunde - vor 3 Jahren durch geplanten Mord verloren, in welchen höchste religiöse und politische Kreise der Türkei verwickelt waren. Die Gerichtsverfahren verlaufen bis heute im Sande. Hingewiesen wurde ich von sehr herzlichen Mitgliedern der Ephesus - Community auf das Café, welche mich einen Tag bei sich aufnahmen. Ephesus und Meryem Ana war eine wunderbare Erfahrung. Die nächsten größeren Stationen werden sein -  Hierapolis/Pamukkale - St. Phillipus und dann über Antalya - Alanya nach Zypern und von dort nochmal in die Türkei, um mir einen Eindruck von der Flüchtlingssituation an der Türkisch-syrischen Grenze zu machen - dann die Fähre von Iskenderum nach Haifa - denn sie ist weit preiswerter als von Zypern direkt. Hoffe - der Liebe Herrgott - sorgt für Übernachtungsmöglichkeiten für 2 in Israel und vor allem Jerusalem - denn meine Emails waren bisher größtenteils erfolglos (Carmen wird mit ihrer Gitarre auf den letzten Metern dabei sein).Wenn euch noch etwas einfällt - wäre ich euch sehr dankbar.
Gesegnte Frühlingstage und Frieden im Herzen wünsche ich allen. Shalom - Salam!
Basilika St. John - Zitadelle
Meryem Ana
Baptisterium - Basilika St. John